Wednesday, February 16, 2011

Chemnitz goes Australia!!!! Es gruessen Romy, Stephan, Janos, Marcel, Phillip, Ronny, Torsten und Robert

So oder so aehnlich koennte man es deuten, wenn man zu dieser Zeit auf Phillip Island gastiert. Aber die ganze Story nun einmal von vorn.

Wie ihr bereits bemerkt haben solltet, aendern sich in Australien unsere Plaene fast stuendlich, oder sagen wir alle 2 Tage und somit muss ich meine letzte Aussage bezueglich unserer bereits geschmiedeten Plaene schnell revidieren.

Im Moment befinden wir uns, wie Eingangs bereits erwaehnt, auf Phillip Island. Das ist eine kleine Insel im Sueden von Melbourne. Bekannt koennte sie den motorsportbegeisterten Lesern sein, denn hier findet jaehrlich ein Rennen der Motor GP statt und dies ist im uebrigen schon naechste Woche. Auch beherbergt dieses kleine Paradies einige Pinguine, was die Tierfans unter den Lesern Freude bereiten koennte.

Auf die Idee mit Phillip Island habe ich Stephan und Torsten gebracht, da am 4. Februar eine Gruppe junger Menschen da angekommen ist, welche ich gern sehen wollte. Da auch eine franzoesische Reisegruppe, bestehend aus 2 Damen und einem Herren, den selben Weg hatte war die Entscheidung am Montag den 7.2.2011 schnell gefasst. Was aber daraus entstehen sollte und was uns auf der Insel erwartete, konnte keiner von uns auch nur im entferntesten ahnen.

Da angekommen sind wir mit unseren franzoesischen Bekannten erstmal nach Nobbies gefahren. Ein traumhaft schoener Flecken Erde, wo man zu der Aussage "Hier hat Gott die Erde mindestens einmal gekuesst" hingerissen werden koennte. Tolle Bucht mit sattem gruenen Rasen und einigen gigantischen Felsen, welche das Wasser in lebendige Kraft umwandelt. Am Abend kann man die freudig, tapsigen Pinguine bei ihren Ritualen beobachten, aber da wir es bis dato noch nicht geschafft haben diesen Ort ein zweites Mal anzusteuern, faellt meine Beschreibung diesbezueglich eher etwas trist aus.

Nach einer tollen Erholungspause in Nobbies habe ich dann einen guten Bekannten angerufen und damit beginnt nun die eigentliche Geschichte ueber Phillip Island und uns.

Der aufmerksame Leser unseres Blogs weiss, dass wir bereits 3 Reisefreunde aus Chemnitz sind und uns auf ein eigentlich langes gegenseitiges Kennen berufen koennen. Zur Erinnerung, Stephan und Torsten gingen 1988 bereits in die gleiche Klasse und ich war nur 2 Zimmer neben Beiden. Alle 3 wohnten die letzten 6 Monate in Chemnitz keine 500m Luftlinie von einander entfernt und auch sonst koennen wir mit gemeinsamen Bekannten ein kleines Telefonbuch fuellen. Aber das was jetzt kommt, uebertrifft diese Geschichte um ein Vielfaches. Ronny, mein guter Bekannter, welchen ich anrief ist naemlich auch Chemnitzer und der Freund meiner letzten Mitbewohnerin. Er reist mit 2 weiteren Jungs, welche.... na, wo kommen die her? RICHTIG!!!! ...auch aus Chemnitz kommen und einen Freund besuchen. Dieser Freund ist bereits vor einem Jahr und paar Monaten mit seiner damaligen Freundin (jetzt Ex) aufgebrochen, um das gleiche zu erleben wie wir. Und nun duerft ihr 3x raten wo bei den Beiden die Reise begann. ... Ist das nicht der absolute Wahnsinn? Wir befinden uns auf einer winzigen Insel im Tasmanischen Meer und zaehlen 8 Chemnitzer, welche bereits nach dem ersten Abend, einem tollen BBQ und einigen Bier, mehr als nur ein kleines Telefonbuch von gemeinsamen Freunden/Bekannten auflisten koennten. Um nur eine Geschichte zu nennen: Stephans Cousin ist ein richtig guter Freund von Philip, welcher bereits seit einem Jahr hier ist. Aber die 2 Jungs haben sich noch nie gesehen.

Freudig schockiert verlaengerten wir unseren Aufenthalt von Tag zu Tag und sind nun bereits den siebten Tag hier. Geplant war eigentich eine Nacht!!! Aber man muss auch ehrlich sagen das es hier auch echt schick ist. Romy (die einzige Frau von der chemnitzer  Gruppe und welche ich noch aus meiner Floehazeit fluechtig kannte) bewohnt einen super genialen Bungalow in einem Ressort, fuer welches sie gerade arbeitet und dieser bietet genug Platz fuer Torsten, Stephan und mich. Endlich eine richtige Kueche, ein Bad, Geschirrspueler, Betten - eben all das was man nach 3 1/2 Wochen im Auto gern mal wieder um sich hat.

Fuer alle die denken wir sind hier nur zum Urlaub machen, denen moechte ich sagen, dass wir einen Job bei einem Bauern gefunden haben. Bei diesem Job handelt es sich zwar um die ungeliebte Farmarbeit, aber so schlimm ist es nicht. Wir helfen ihm beim "zuppeln" von Unkraut zwischen seinem ganzen Gemuese und verdienen 15$ "cash" (schwarz). Da gehts 7 Uhr los und wegen der unzaehmbaren Sonne ist 13 Uhr der verdiente Feierabend bereits angebrochen. Danach gehts dann zum Strand surfen, schlafen, spielen und gegen 19 Uhr fahren wir einkaufen. Toller Tagesrhythmus welcher sich da eingeschlichen hat.

Am Abend koche ich dann immer fuer die "Mannschaft" (um Stephan nicht zu vergessen, auch er hilft mit und macht echt tolle Salate) und dann klingen wir den Tag gemeinsam auf der Terasse aus. Echt schoen und auch unsere Plaene fuer die Reisezukunft haben sich mal wieder geaendert, aber ich denke, um die Vorfreude ein wenig zu wahren, werde ich diesmal nichts darueber schreiben und verbleibe nun kurz und schmerzlos mit wunderbar sonnigen Gruessen von Phillip Island.

Euer Robert

                                           Sundown in Brighton, Melbourne


                                           Phillip Island - Nobbies

                                       
                                           Phillip Island - Nobbies


                                           Phillip Island, Smith Beach


                                           Der Denker


                                           Phillip


                                           Marcel


                                                         Romy


                                                         Janos

                                      
                                           Ronny


                                           Torsten


                                                         Stephan


                                                         Sandra #1


                                                         Sandra #2



Monday, February 7, 2011

Zwischen Sturm und Sonnenschein- die 4 Jahreszeiten in Melbourne

Ich muss mich als aller erstes fuer mein technisches Ungeschick entschuldigen, kann ich nun doch nicht (wie angekuendigt) Videos auf diesem Blog hochladen. Eigentlich sehr schade, sind doch so einige gute Exemplare dabei. Falls jmd. eine Idee hat, wie man Videos einer breiten Oeffentlichkeit zugaenglich machen kann, ohne dabei Youtube, Myvideo, Clipfish (kann ich trotz erfolgreicher Anmeldung kein Video "uploaden") nutzen zu muessen, dann immer raus mit der Sprache.

So, nun wieder zurueck in den ganz normalen Alltag eines Backpacker in der Stadt.

Nach ueberstandenen Sonnenbrand haben Stephan, Torsten (unser temporaerer Reisegefaehrte) und ich einige Dinge unternommen, um doch irgendwie einen Job in der Stadt zu finden. Es ist alles ziemlich grausam, ohne jedoch das Licht am Ende des Tunnels aus den Augen zu verlieren. Bevor ich nun das zweite Mal ins Land der Kaengeruhs, der roten Erde und der giftigen Tiere reiste, habe ich vielen Interessierten immer das Paradies suggeriert, welches ich 2003/2004 erlebte. Mit eben solchen Vortsellungen sind auch Stephan und ich in den Flieger gestiegen aber ich moechte hiermit gleich all denjenigen, die jemals das gleiche Vorhaben starten wollen "1 Jahr Australien mit Rucksack und zurueck,"die Warnung vor zu viel Blauaeugigkeit schwarz auf weiss hinterlassen. Es ist natuerlich nicht ganz so dramatisch wie wie es klingt, nur ist es so umso schwerer- dies ist aber trotz des erhoehten Grades an Schwierigkeit, eine sehr tolle Erfahrung und ein besonderes Ding fuer den Kopf, "kaempfen fuer das, was man wirklich will und auch zwingend benoetigt. Das ist eben die Kehrseite der Medallie.

Das war ein kurzer Anflug an Lebensweisheiten- sorry aber es lag mir auf dem Herzen.

So, ich hatte ja ueber das Licht am Ende des Tunnel geschrieben und daran moechte ich nun anknuepfen.
Wir (Stephan und ich) hatten am 02.02.2011 unser erstes Vorstellungsgespraech bei einer Arbeitsvermittlung und die waren echt begeistert von uns beiden (wen wundert dies?). Wir sollten noch am gleichen Tag einen Anruf bekommen in welchem wir unter zahlreichen Jobangeboten waehlen sollten. Aber wie das mit der australischen Mentalietaet so ist, bekamen wir den Anruf erst am naechsten Tag und uns wurde ein Job angeboten welcher gut bezahlt wird und fuer 2 Personen absolut perfekt scheinen sollte. Starten sollte dieser Job am Freitag 7Uhr- jedoch an diesem Tag nur fuer eine Person. Noch am gleichen Tag rief uns eine andere Agentur an, ob wir nicht am Freitag 0:30 Uhr auf der Messe ein wenig Teppiche verlegen koennen- "klar warum nicht" sagten wir und hatten auf einmal 2 Jobs. Sollte es jetzt beginnen? Sollte jetzt der erhoffte Reichtum und der damit verbundene Mangel an Zeit eintreten? Um die Spannung nicht ins grenzenlose zu steigern muss ich meine 2 Fragen leider mit NEIN beantworten. Aber alles von vorn.

Wir freuten uns erstmal das wir eine Moeglichkeit aufgetan haben, um Geld zu verdienen und das nicht mal so schlecht - selbst das zeitige Aufstehen und der damit verbundene lange Tag, machte uns als alten "Lichtenauer-Promo-Messe-Experten" gar nichts aus. So gingen wir also in die Halle um selbstklebende, quadratische Teppichflicken auf dem Hallenboden zu verteilen und spaeter Messestaende aufzubauen. In der Zwischenzeit (6:30Uhr) musste ich nach 6 Stunden jedoch bereits die Segel streichen, um puenktlich 7 Uhr bei dem anderen Job zu sein, einer Kurrierfirma im Hafen. Das grosse Glueck war aber, dass diese Firma nur 2,6km von der Messe entfernt lag. Was ich da machen sollte blieb mir bis zur Ankunft aber ein grosses Raetsel. Puenktlich bei der Firma angekommen wurde mir ein vietnamesicher Arbeiter mit dem Namen "Kid" vorgestellt - ich dachte gleich das dies nicht sein richtiger Name ist aber wer kann schon einen vietnamesischen Namen aussprechen, geschweige verstehen?- und mit diesem Typen sollte ich also heute arbeiten (das war mein zweiter Gedanke). Nicht das ich hier falsch verstanden werde, mir macht die Herkunft meiner Mitmenschen rein gar nichts aus, aber ich hatte von Beginn an Zweifel an seiner Arbeitseinstellung und an seinem sehr zweifelhaften Koennen einen Gabelstapler zu bedienen. Bei der Arbeitseinstellung erhielt ich schon nach 5 Minuten recht. Wir (Kid und ich) sollten den Hof aufraeumen und alle Paletten der Groesse nach ordnen und Muell beseitigen. Gabelstapelfahrer Kid schob alles in eine Ecke und sagte zu mir "in 3 Stunden sind wir hier durch". Ich wollte das aber ganz und gar nicht so lassen, war das ja unser Probetag und wir bauen auf diesen Job. Zum Glueck fing es an zu regnen und der Chef (Nick) holte uns rein- dabei sah er das Unheil und teilte Kid mit, dass dies nicht in seinem Sinne ist und das wir das anders machen sollten. Zum Glueck war ich da gerade dabei rostige Gitter zu entsorgen und entging somit dem Anschiss.
Nach kurzem Schauer konnten wir wieder an die Luft und schichteten die Paletten "ordentlich zusammen". Das wurde Kid aber nach einer kurzem Weile zu anstrengend und er schlug vor das mit dem Stapler zu machen, was ich allerdings fuer echt bescheuert hielt- aber ich lies ihm seinen Wunsch und widmete mich wieder den rostigen Gittern. Nach 10min begann es erneut leicht zu regnen und Kid verschwand in seine Pause - hat er doch schon 2 Stunden auf seinem duennen Schultern. Das fetzte dem Nick so gar nicht und erteilte Kid den naechsten Anschiss. ... Die Stunden gingen dann so ins Land - hier und da flogen bereits gestapelte Paletten wieder um und die Stimmung bei unserem vietnamesischen Freund kippte immer mehr als er bemerkte, dass seine prognostizierten 3 Stunden schon laengst ueberschritten sind. Irgendwann, nach einer leeren Gasflasche, einem erneut zusammengebrochenen Palettenstapel und kurzem Nieselregen verabschiedete sich Kid mit den Worten "the job is done" (die Arbeit ist erledigt). Huih dachte ich mir da und war heilfroh das er einfach ging ohne sich von Nick zu verabschieden. Ich machte dann noch bissl hier und da sauber, stapelte die Paletten so hoch es mit der Hand ging und fegte den Hof. ... das Ende vom Lied war, das Nick ziemlich angepisst auf das Verschwinden von Kid reagierte und mich schroff von der Seite anfuhr ich soll das fertig machen und dann auch gehen. Da hab ich erstmal grosse Augen gemacht -OO- und haette "meinem vienamesischen Freund" am liebsten den persoenlichen Vietnamkrieg erklaert (darf man das sagen?) - gefuehlt hatte ich das jedenfalls. ... Nach getaner Arbeit, welche wirklich echt gut war, kamen dann Stephan und Torsten vom Messeaufbau, um mich abzuholen. Ich sprach noch schnell mit Nick und bat ihn ausschliesslisch meine Leistung zu betrachten und das ich nichts fuer den asiatischen Kumpel und sein Chaos im Kopf kann. Das nahm er mir ab und entschuldigte sich sogar fuer Kid und seine Reaaktion mir gegenueber. Des Weiteren wuerde er gerne mit uns arbeiten wenn er denn welche hat. - Er ruft an wenn es soweit ist und schon wieder fing es an stuermisch zu werden. Wir verbrachten die Nacht am Strand in Brighton und konnten vor lauter Sturm/Regen das Auto von 19Uhr bis 9:30Uhr nicht verlassen.

Nach Regen kommt ja bekanntlich Sonnenschein und so war es dann auch. Den Samstag verbrachten wir mit diversen Dingen und goennten uns am Abend einen Karton (4Liter) Rotwein zu einer vernueftigen Partie Skat. Am Ende des Abends war der Karton fast leer und so manchem Reisegefaehrten richtig uebel.

Der Sonntag war dementsprechend traege und bis auf den ungewoehnlichen Zufall, dass wir uberraschend die am Freitag verlegten Teppiche wieder entfernen durften ist nix weiter passiert.

Ausblick: Stephan und ich werden diese Woche noch mit Jobsuche in Melbourne verbringen- falls sich nichts ergibt verschwinden wir auf den Bauernhof und pfluecken uns die Finger wund. Des Weiteren verstehen wir uns weiterhin echt gut und haben bisher ein echt harmonisches Auskommen. Wir lachen viel gemeinsam und hoeren uns mit einem echt tollen Hoerspiel jeden Abend in den Schlaf.


Robert




       1,5h Schlaf zwischen Skyscrapern muessen fuer die Nachtschicht reichen







Wednesday, February 2, 2011

Fuer Alle!!!!

Fuer alle die unseren Blog verfolgen und leider nicht ueber einen Account bei FACEBOOK verfuegen, sind von nun an (restlichen kommen noch) auch hier unsere gesammten Video-Werke  zu besichtigen/ zu bestaunen. Wir beginnen dabei allerdings erst mit dem ersten Video auf dem Flughafen in Melbourne, denn die Kommentare auf die vorher entstandenen Videos zeigen, dass diese nicht sonderlich viel Beachtung fanden.

Robert





Tuesday, February 1, 2011

Melbourne 6.45am

 
                                                    St Kilda Beach